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  Ein Trommelwirbel und die Tänzerin erscheint, barfuß, mit graziösen federnden Schritten, ihre zierlichen Füße rot umrandet. Schwer und leicht zugleich - Gazelle und Löwin in einem.  
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  Einführung Geschichte & Traditione Indische Götter  
clear Bharata Natyam  
      Mudras / Handgesten  
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Die Bühnenmitte erreicht, wird der Raum gestenhaft geteilt. Als ob ein Zauberkünstler zelebriert, zaubern ihre Hände. Dinge entstehen und vergehen, ziehen Linien und malen Bilder in die Luft, die Finger in immer neuen Stellungen.

Dann steigert sie sich. Ihre tanzenden Füsse trommeln explosive Rhyth- men auf den Boden, akustisch verstärkt durch viele kleine Glöckchen um die Fußknöchel. Unglaublich sind ihre Augen, sie scheinen alles zu ver- folgen, alles zu unterstreichen, alles im Bewußtsein zu haben. Der Tanz ist eine Meditation der Liebe.

Bharata Natyam ist der bekannteste klassische Tanzstil Indiens. Er hat sich im Laufe seiner fast dreitausend jährigen Geschichte vom rituellen Tempeltanz zur sakralen Bühnenkunst entwickelt.

Der Bharata Natyam ist ein ganzheitliches Tanzschauspiel, in welchem reine Tanztechnik, Schauspiel und Musik gleichwertig erscheinen und zusammen eine homogene Einheit bilden.

Es wird zwischen reinem, technischem Tanz (Nritta) und dem graziösen Ausdruckstanz (Abinaja) unterschieden. Verwirklichung geistiger Ziele mittels körperlicher Übungen ist das Motiv des Indischen Tanzes. Tanz ist körperliches philosophieren.

Der Bharata Natyam ist eine anatomisch genau kodifizierte Tanztechnik auf wissenschaftlicher Basis. Er bereitet in der Praxis nicht nur Vergnügen, sondern ist zudem eine äußerst gesunde Schulung für Körper und Geist. Seine Tanzhaltungen greifen auf die jahrtausendelange Erfahrung mit den Wirkungen von Yoga-Asanas auf den menschlichen Organismus zurück. Dadurch wird dem Körper eine schöne und anmutige Haltung verliehen und dem Geist Frische und Klarheit.

 
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